Igel - Steckbrief
Sein wissenschaftlicher Name ist
Erinaceus europaeus.
Er hat eine spitze, feuchte Nase, die ständig in Aktion ist, sowie kleine runde Ohren und kleine schwarze Augen, die ein wenig hervorstehen. Sein mit Stacheln bestückter Rücken ist ein hervorstechendes Merkmal. Außerdem besitzt er eine kräftige Rückenmuskulatur, die beim Zusammenziehen den ganzen Rumpf umschließt und seine Stacheln dann in alle Richtungen zeigen lässt. Er hat auch kurze Beine und an jedem seiner vier Füße hat er fünf kräftige Krallen. Sein Schwanz ist kurz und meist unter seinem Stachelkleid versteckt. Die Farbe seines Fells variiert von schwarz bis hellbraun und bedeckt seinen Kopf, Bauch und auch die Flanken. Sein Maul ist mit kleinen und spitzen Zähnen bestückt. Im Oberkiefer besitzt er 20 dieser kleinen "Waffen" und im Unterkiefer 16 Zähne.

Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten und etwas Fallobst. Sprachen beherrscht er viele, wie zum Beispiel Schnaufen, Prusten und Schmatzen, welches er am liebsten macht. Er schläft am Tag und wird erst in der Nacht aktiv. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Stachelkugel. Am liebsten baut er seine Nester in Gebüschen und Hecken. Von November bis April hält er einen Winterschlaf. Als Hauptsinne leiten Geruch und Gehöhr sein Verhalten. Die Igel werden schon vor Ablauf ihres ersten Lebensjahres geschlechtsreif und ihre Tragzeit beträgt 5 bis 6 Wochen. Das Weibchen wirft ein- bis zweimal im Jahr Junge, bei deren Geburt die Stacheln noch sehr weich sind und die sich vorerst in ihre noch wasserreiche Haut eindrückt sind. Neugeborene Igel sind ca 6 bis 9 cm lang.
Lebensraum und Nahrung
Es ist der Igelfamilie gelungen, sich durch seine Anpassungsfähigkeit, vielen klimatischen Verhältnissen anzupassen. So ist der Igel nicht nur in den Wäldern Mitteleuropas, sondern auch mit einigen Arten in der Wüste und auf vielen anderen Teilen dieser Welt vertreten.
Der Igel ernährt sich von Insekten und Fallobst. Er benötigt aber auch wichtige Nährstoffe, um lebensnotwendige Mechanismen, wie zum Beispiel das Wachstum, die Atmung, den Blutkreislauf und seine Verdauung zu betreiben.
Seine Nahrung setzt sich aus Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen zusammen.
Welche Tiere der Igel frisst, hängt vom Angebot in seinem Lebensraum ab. Am liebsten jedoch hat er Regenwürmer, Schnecken, Insekten und andere Gliederfüßer, Amphibien und kleine Kriechtiere, sowie auch Vögel und Säugetiere.
Verhaltensweisen
Selbstbespeicheln

Zur besonderen Eigenart des Igels gehört das "Bespeicheln". Er nimmt dabei durch Beschnuppern und Belecken, einen für ihn neuen Geruch (Geschmack) auf. Dann produziert er große Mengen von Speichel und schleudert ihn mit Hilfe der Zunge auf seinen Rücken. Einige Wissenschaftler vermuten, dass mit dieser Verhaltensweise das Jacobsonsche Organ (ein spezielles Geruchsorgan) gereinigt wird. Andere glauben, dass der Igel damit seinen Eigengeruch überdecken will, und somit besser vor Feinden geschützt ist.
Kratzen
Nach dem Aufwachen am Abend kratzt sich der Igel einige Zeit, abwechselnd einmal mit dem linken, und einmal mit dem rechten Hinterfuß. Er ist sehr gelenkig und erreicht damit jede Körperstelle. Diese Art der Körperpflege ist sehr wichtig, um sich von den zahlreichen Parasiten zu befreien.
Der Igel und seine Sinne
Das Jacobsonsche Organ
Dieses Organ hilft dem Igel bei der Wahrnehmung von Gerüchen. Es liegt zwischen der Rachen– und der Nasenhöhle und besteht aus einem Paar schlauchartiger Gebilde, die innen von einer Riechschleimhaut umhüllt werden. Diese stehen über eine kleine Öffnung im Gaumen, direkt mit der Mundhöhle in Verbindung. Indem der Igel auf einem bestimmten Gegenstand kaut, produziert er Speichel. Dieser nimmt den Duft des gekauten Gegenstandes auf und wird mit der Zunge zum Jakobsonschen Organ befördert.
Das Stachelkleid – Schutz und Waffe zugleich
Gefahren
Zu seinen natürlichen Feinden zählt neben Füchsen, Iltissen, Steinmardern, Wildschweinen und Hunden auch noch Dachse.

Wirklich gefährlich werden dem Igel in unseren Wäldern jedoch die Angreifer aus der Luft. Sowohl der Uhu, wie auch der Habicht bevorzugen diese kleinen Gesellen auf ihrem Speiseplan. Jedoch stehen Uhus und Dachse in Mitteleuropa selber auf der "Roten Liste" und können daher nicht mehr wesentlich zur Dezimierung der Igelbestände beitragen.
Der Mensch ist der größte Feind des Igels. Die Schädlingsbekämpfungsmittel auf den Feldern können für den Igel tödlich sein, da er sich ja hauptsächlich von Insekten ernährt. Tausende Igel werden jährlich von Autos überrollt. Auch unsere modernen Kulturlandschaften werden dem Igel zum Verhängnis. Er flieht in Vorstadtgärten, wo aber oftmals das Nahrungsangebot sehr gering ist. Die Gefahr Pestiziden ausgesetzt zu werden, ist in den Kleingärten noch größer, als in ihrem ursprünglichen Lebensraum.
Ein weiterer Feind des Igels ist das schlechte Wetter. Viele Jungtiere ertrinken während der Regenfälle im Sommer. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn es im Winter wärmer wird, und die Igel aus ihrem Winterschlaf erwachen und wegen des Schnees keine Nahrung finden.
Die Stacheln des Igels und ihre Funktion (Muskeloberfläche)
Das Stachelkleid des Igels besteht aus rund 8000 Stacheln, die dicht nebeneinander am Rücken angeordnet sind. Sie bestehen aus Kerotin, einer Eiweißsubstanz. Sie sind 2 bis 3 cm lang und ca. 2 mm dick. Wenn der Igel seinen Körper zu einer Kugel zusammenrollt, richten sich die nadelspitzen Stacheln auf. Am Ende jedes Stachels sitzt ein Muskel, der dem Tier dabei hilft, die Stacheln aufzustellen. Wird der Igel durch ein Geräusch erschreckt, dann spannt er diese Muskeln an. Vorallem die an Nacken und Stirn, werden dadurch wie ein Visier vor sein Gesicht geschoben. Dies ist einer der wirksamsten Verteidigungsmechanismen im Tierreich. Er kann auch Kopf und Beine mit Hilfe von speziellen Muskeln einziehen.
Abwehrmechanismen

Die Schutzvorrichtung des Stachelkleides und die Fähigkeit zur Anpassung an die unterschiedlichsten Lebensräume, könnten mitunter dafür eine Erklärung sein, dass die Igel in so großer Zahl überlebt haben und so weit verbreitet sind.
Parasiten und Krankheiten
Zum Großteil wird der Igel von Schmarotzern geplagt. Diese ernähren sich von seinem Blut, sowie auch von seinem Darminhalt. Solange sich ihre Zahl in Grenzen hält, sind sie jedoch nicht allzu schädlich für das Tier. Befallen sie aber bereits kranke Tiere, so tragen sie durchaus zu dessen Tod bei.
Äußere Parasiten
Der Igelfloh:
Dieser Floh befällt ausschließlich nur Igel. Auf einem Igel leben durchschnittlich 100 dieser lästigen Tiere und ernähren sich von seinem Blut. Wenn sich jedoch zu viele Flöhe auf einem Igel niedergelassen haben, dann kann dies zu hohem Blutverlust führen.
Zecken:
Da die Igel eher langsam durchs Gebüsch schleichen, ist es leicht für die Zecken, sich an seinen Ohren und am Bauch festzusetzen. Dort saugen sie dann von ihrem Blut.
Igelkrätzmilbe:
Diese Parasiten sind für den Igel sehr gefährlich und ca. jeder zehnte Igel wird von ihnen befallen. Die Milben graben Gänge durch seine oberste Hautschicht. Dadurch fallen Haare und Stacheln aus und diese wunden Stellen können sich dann leicht infizieren. Gelangen diese Milben jedoch in den Gehörgang, so kann der Igel auch ertauben und seinen Gleichgewichts-, und Orientierungssinn verlieren.
Schmeißfliegen:
Diese werden besonders für verletzte Igel tödlich, da sie ihre Eier an die Ränder von Wunden legen. Wenn dann die Maden schlüpfen, fressen diese den Igel von innen bei lebendigem Leibe auf.
Innere Parasiten
Igelbandwurm:
Sie verursachen chronischen und blutigen Durchfall, welcher den Igel abmagern lässt und zum Tod führen kann.
Fadenwürmer:
Sie setzten sich in der Lunge, der Speiseröhre oder im Magen - Darmtrakt fest. Fast jeder Igel ist von ihnen befallen, da der Nachwuchs schon im Mutterleib mit diesen Parasiten verseucht wird.
Besonders gefährlich sind der Igellungenwurm, sowie der Igelhaarwurm. Sie verursachen einen trockenen Husten, Bronchitis und Lungenentzündungen, die bis zum Tod führen können.
Bakterienerkrankungen
Salmonellen:
Wie beim Menschen rufen diese Bakterien auch beim Igel Appetitlosigkeit, Durchfall und Apathie hervor.
Lepra-Bazillus:
Dieser Bazillus befällt nur Igel im südöstlichen Asien, da es der Medizin im mitteleuropäischen Raum gelungen ist, diesen Bazillus zur Gänze auszurotten.
Leptospirose-Bakterien:
Beim Igel verursachen diese Bakterien eine Art Gelbsucht. Diese Bakterien befallen aber eher selten Igel, da ihre Überträger Ratten sind.
Phänomen Winterschlaf
Die Instinkte des Igels helfen ihm dabei, rechtzeitig zu erkennen, wann es an der Zeit ist, sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Das ist dann, wenn das Tier bei zunehmender Kälte mehr Energie braucht, als es über die Nahrung wieder zuführen kann. Dann geht der Igel auf Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Er bevorzugt dichte Hecken, Sträucher und sogar Komposthaufen. Zusätzlich dichtet er sein Versteck mit Gras und Moos ab. Blätter verwendet er zum Schutz gegen Wind. Diese Höhlen können bis zu 50 cm breit sein. In Mitteleuropa verfällt der Igel meist im November in seinen Schlaf. Es spielen aber die Dicke seiner Fettschicht, sowie sein Körpergewicht ein große Rolle, wann er zu schlafen beginnt. Auch die Hormone wirken hier mit. Wohlgenährte Igel suchen früher ihr Quartier auf als junge, oder Tiere mit Untergewicht, da diese noch die Chance nützen wollen, um sich Fett anzufressen. Während des Schlafes sinkt die Körpertemperatur stark ab von 35°C auf ca. 8 - 10°C. Dadurch fällt sein Herzschlag von 180 mal auf nur mehr 80 mal pro Minute herab. Die Atmung verlangsamt sich von 30 bis 50 mal pro Minute auf 1 bis 10 Atemzüge. Verdauung und Blutgerinnung werden genauso verlangsamt, wie die Übertragung von Informationen zwischen Gehirn und Nervenbahnen sehr langsam vor sich geht.
Während dieser Zeit verbraucht der Igel seine Fettreserven, die er sich den ganzen Sommer über angefressen hat. Dabei unterscheidet man weißes und braunes Fett. Das weiße Fett ernährt den Igel während seines Schlafes. Das braune sitzt unter der Schulterhaut. Dieses hilft dem Igel, sich wieder zu erwärmen und aufzuwachen, wenn das weiße Fett fast vollständig verbraucht ist. Der Igel erwacht jedoch auch durch eine Art Alarmsystem, wenn seine Körpertemperatur unter den Gefrierpunkt zu sinken droht.
Ein seltener Hausgast
Grundsätzlich ist zu sagen, dass Igel unter Naturschutz stehen. Sie dürfen deshalb nicht einfach aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen werden. Das Mitnehmen ist nur in den folgenden Fällen gerechtfertigt:
- Ein Tier ist verletzt
- Mutterlose Säuglinge
- Verlassene Jungtiere im Spätherbst
- Untergewichtige Tiere zu Winterbeginn (weniger als 1000 g)
- Ein herumirrender Igel bei Schnee und Frost
Grundlagen zur Haltung und Pflege
Igel benötigen außer einer Kiste (1 m x 1 m) und einem warmen Platz, dringend täglich etwas Auslauf. Da Igel aber sehr gute Kletterer sind, sollte die Kiste zumindest 40 cm hoch sein. Sie wird mit Zeitungspapier ausgelegt, da dies leicht zu wechseln ist. Das Wichtigste für den Igel ist frisches Wasser. Milch kann gefährlich werden für das Tier, da es darauf Durchfall bekommt. Dies führt dann zu Flüssigkeitsverlust, der tödlich ist. Futter benötigt der Igel einmal am Tag. Dies sollte am Abend sein, da er ja nachtaktiv ist. Am besten sind für den Igel eine Scheibe Hundewurst, vermischt mit einem Stück Banane, Futterkalk (da das Tier unbedingt Kalk benötigt) und Haferflocken. Eventuell kann man auch einmal pro Woche ein Multivitaminpreparat der Nahrung beimengen, da der Igel auch Vitamine benötigt. Auch Sonnenblumenkerne sind sehr beliebt bei den Tieren. Zu beachten ist auch, dass der Igel auf keinen Fall gezuckerte oder gesalzene Speisen verträgt, sowie keine Reste von menschlicher Nahrung, keine Wurst und kein Brot. Auch kein rohes Fleisch wegen Salmonellengefahr. Pro Tag benötigt ein Tier nicht mehr als 2 Eßlöffel Nahrung. Davon sollte ca. ein Eßlöffel Fleisch und ein Eßlöffel Zusatznahrung sein. Spezialnahrung ist nicht notwendig. Zu dem Igelfutter aus dem Zoo - Fachhandel, muss unbedingt Hundewurst zugefüttert werden, da Trockenfutter allein nicht ausreicht.
Allgemeines über Insektenfresser
Es gibt sie seit ca. 180 Millionen Jahren auf unserer Erde. Insektenfresser gehören zur Familie der Säugetiere und man kann man 8 Gruppen unterscheiden. Dazu zählt man die Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Goldmullen, Schlitzrüssler, Tanreks (=Madagaskarigel), Rüsselspringer und Otterspitzmäuse.
Insektenfresser sind auf der ganzen Welt zu Hause, außer in den Polarregionen.
Diese Tierfamilien weisen eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf. Sie sind in der Nacht aktiv und ernähren sich von kleinen Wirbeltieren, Pflanzen, Insekten und anderen wirbellosen Tieren, wie zum Beispiel von Regenwürmern. Dieser Ernährungsweise hat sich ihr Gebiss sehr gut angepasst. Es besteht aus vielen kleinen und spitzen Zähnen. Diese eigenen sich gut zum Fangen und Verzehren von Insekten und anderen Kleintieren. Sie besitzen alle fünfzehige Gliedmaßen und haben auch eine gut entwickelte Region für Geruchswahrnehmung im Gehirn.
Verwandte, Vorfahren und Artgenossen in der ganzen Welt
Es gibt weltweit 20 Igelarten, von den Britischen Inseln über ganz Europa und Russland, bis Korea und Ostchina, außerdem Süd-, Vorder-, Kleinasien und Afrika. Sogar in Neuseeland ist der Igel eingebürgert worden.
Igel bilden eine eigene Gruppe der Insektenfresser. Zu ihnen gehören nicht nur die bekanntesten Stacheligel, sondern auch einige behaarte, nicht stachelige Arten mit sehr spitzer Schnauze und längeren Schwänzen, die Haar- oder Rattenigel.
Verwandte
Spitzmäuse:
Sie bilden mit mehr als 250 Arten die größte Familie der Insektenfresser. Sie besitzen eine rüsselartige Schnauze haben aber keine Nagezähne. Sie sind fast überall verbreitet, außer in Australien und in den größten Teilen von Südamerika. Die meisten Arten bevorzugen feuchte Lebensräume mit viel deckender Vegetation. Sie sind fast alle nachtaktiv. Ihre Lautäußerungen sind schrille Pfiffe, an der oberen Grenze des menschlichen Hörvermögens. Sie sind Einzelgänger und markieren ihre Reviere mit Hilfe von Duftmarken. Unter ihren Arten lassen sich drei große Gruppen unterscheiden: die Rotzahnspitzmäuse, Weißzahn-, oder Wimperspitzmäuse und Schildspitzmäuse.
Maulwürfe:
Es gibt sie in Europa, Asien und Nordamerika und sie sind mit 19 Arten vertreten. Sie ernähren sich von Regenwürmern, Schnecken, Käfern, Larven und anderen Insekten. Sie leben in Tunneln untere der Erde, welche sie mit ihren schaufelartigen Füßen graben.
Goldmullen:
Sie gehören zu einer Familie maulwurfähnlicher Insektenfresser. Alle 15 Arten leben in Afrika, südlich der Sahara. Die Ähnlichkeit der Maulwürfe und Goldmullen beruht jedoch lediglich auf ihrer Anpassung an die gleiche Lebensweise. Ihr Körper ist vollständig mit Fell überzogen und sie sind blind. Ihre Pfoten sind schmal und sie besitzen 2 bis 3 Finger mit mächtigen Grabklauen. Charakteristisch für sie ist die glänzend grünliche, braune oder goldene Tönung des Fells. Sie bauen eher an der Oberfläche ihre Nester und ernähren sich hauptsächlich von Würmern und Insektenlarven.
Schlitzrüssler:
Sie werden durch zwei Arten vertreten, welche ausschließlich auf Kuba und Haiti zu finden sind. Die Kubanische Art ist zu Beginn dieses Jahrhunderts ausgestorben. Von der auf Haiti lebenden Art, sind noch kleine Bestände vorhanden. Sie gleichen großen, etwa 40 cm großen Ratten, mit einer langen, vorgezogenen Schnauze. Sie besitzen einen schuppenartigen Schwanz, der fast so lang ist wie ihr Körper. An den kurzen Beinen sind fünf bekrallte Zehen. Ihr borstiges Fell ist braun und kann verschiedenen Tönungen haben. Sie bewohnen Bergwälder. Tagsüber halten sie sich oft zu mehreren in Höhlen auf und werden erst nachts lebhaft.
Tanreks:
Sie sind durch 30 Arten vertreten und es gibt sie nur auf Madagaskar. Ihnen sehr ähnlich sind vor allem die Schlitzrüssler und Otterspitzmäuse. Sie sehen teils aus wie ein Igel, und teils wie stachellose Igel mit spitzmäuseahnlichen Rattengesichtern. Je nach Art, werden sie zwischen 10 und 40 cm groß. Die verschiedenen Arten bewohnen auch verschiedene Lebensräume. Meist bevorzugen sie trockene Gegenden, teils feuchtere, meist aber offenes Gelände.
Rüsselspringer:
Alle 21 zu dieser Familie gehörenden Arten kommen nur in Afrika vor. Sie unterscheiden sich von allen anderen Insektenfressern durch ihre dünnen, sehnigen, verlängerten Hinterbeine, mit deren Hilfe sie weite Sprünge ausführen können. Sie sind meist tagaktiv, bräunlich gefärbt und sehr lebhaft. Sie leben in Trockensteppen, aber auch in feuchten Regenwäldern.
Otterspitzmaüse:
Sie kommen nur in West- und Zentralafrika, an fließenden Gewässern vor. Die Gattung umfasst nur drei Arten. Sie sind auf das Leben im Wasser spezialisiert und dadurch äußerlich den Ottern sehr ähnlich. Daher auch ihr Name. Sie ernähren sich ausschließlich von Krebsen und Sie haben kleine Augen, wie auch ein glattes, dunkelbraunes Fell mit weißer Unterseite.
Vorfahren
Haarigel:
Die meisten dieser weitverbreiteten Arten sind schon wieder ausgestorben. Nur sechs, in Südostasien heute noch lebenden Arten, haben es geschafft, dem Schicksal der Evolution zu entfliehen. Sie haben ein dichtes Fell und einen langen, nackten Schwanz. So ähneln sie zwar eher Ratten, nur lassen ihr innerer organischer Aufbau und ihr Gebiss keinen Zweifel daran, dass sie zur Familie der Igel gehören.
Stacheligel:
Heutige fossile Funde beweisen, dass es diese Tiere schon in Euroasien gegeben haben muss.
Quelle: Spezialgebiet Biologie,
zusammengefaßt 200/01 von Barbara G